Teile richtig anliefern - Nachbesserungen vermeiden
Teile richtig für die Pulverbeschichtung anliefern – Tipps um Fehler und somit Nachbesserungen zu vermeiden
Vorbereitung ist alles: So liefern Sie Ihre Teile optimal an
Die Pulverbeschichtung ist ein hochwertiges Verfahren, das Langlebigkeit und Optik Ihrer Metallteile deutlich verbessert. Doch damit das Ergebnis perfekt wird, kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Materialbeschaffenheit prüfen: Nur Materialien, die eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 200 °C aufweisen, sind geeignet. Besonders bei dünnwandigen Teilen kann es sonst zu Verzug kommen.
- Oberflächen reinigen: Rost, Zunder, Walzhaut, Schweißperlen, Silikon, Öle, Fette und Klebereste müssen vor der Anlieferung mechanisch entfernt werden. Die Pulverbeschichtung kaschiert diese Mängel nicht – im Gegenteil: Sie werden oft noch sichtbarer!
- Ablaufbohrungen anbringen: Hohlräume und schöpfende Bereiche müssen mit Bohrungen (mind. 10 mm Durchmesser) versehen sein, damit Vorbehandlungsflüssigkeiten abfließen können. Fehlende Bohrungen führen zu Rückständen und später zu Abplatzungen.
- Kontaktstellen definieren: Teile werden aufgehängt oder aufgelegt. Klare Markierungen für Kontaktstellen und Sichtflächen sind essenziell, um ungewollte Beschädigungen oder ungleichmäßige Beschichtungen zu vermeiden.
Beipiele für eine fehlerhafte Anlieferung:
Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Viele Nacharbeiten und teure Reklamationen entstehen durch vermeidbare Fehler. Hier die häufigsten Probleme:
- Korrosion & Weißrost: Bereits korrodierte Teile führen zu mangelhafter Haftung. Lagern Sie Material trocken und entfernen Sie Rost mechanisch.
- Scharfe Kanten & Laserkanten: Unentgratete Kanten führen zu Kantenflucht und mangelndem Korrosionsschutz. Runden Sie Kanten ab und entfernen Sie Oxydfilme.
- Silikon & Fett: Selbst unsichtbare Silikonrückstände oder Fettreste stören die Beschichtung. Reinigen Sie Teile gründlich mit geeigneten Mitteln.
- Markierungen auf Sichtflächen: Handelsübliche Markierungsstifte sind nicht wasserlöslich und bleiben nach der Beschichtung sichtbar. Beschriften Sie nur nicht sichtbare Stellen.
- Falsche Lagerung: Verpackte, beschichtete Ware darf nicht im Freien oder bei Hitze gelagert werden – sonst drohen Farbveränderungen.
Teure Nachbesserungen vermeiden: Checkliste für die Anlieferung
- Material: Nur saubere, entfettete und temperaturbeständige Teile anliefern.
- Dokumentation: Sichtflächen, Kontaktstellen und Abdeckwünsche (z. B. für Gewinde) klar kennzeichnen.
- Bohrungen: Hohlräume mit ausreichend großen Ablaufbohrungen versehen.
- Verpackung: Schutzfolien vor der Anlieferung entfernen; Klebebänder nur mit papierunterlegtem Kleber verwenden.
Fazit: Eine sorgfältige Vorbereitung spart Zeit, Geld und Ärger. Mit diesen Tipps gelingt die Pulverbeschichtung im ersten Anlauf – für ein perfektes Ergebnis. Weitere Informationen gibt es hier.
Haben Sie weitere Fragen zur Pulverbeschichtung oder benötigen Sie Unterstützung bei der Materialauswahl? Wir helfen gerne!
