BERATUNG

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie ausführlich hinsichtlich optimaler Materialvorbereitung, Farben und Oberflächen, Machbarkeit und technischer Details.

WERKSTOFF STAHL

Stahlteile | blank
Konstruktionen aus verzunderten Stahlteilen neigen zum Ausgasen (Krater- oder Bläschenbildung an der Oberfläche). Die Pulverhaftung auf Zunder ist nicht optimal.
Die Pulverschicht kann in weiterer Folge bei mechanischer Belastung abspringen. Es kommt bei nicht sandgestrahlten Oberflächen zu erkennbaren Unebenheiten und einem schlechten Verlauf des Pulvers. Eine Grundierung mittels Korroprimer schafft etwas Abhilfe, ist aber kein Garant für eine makellose Oberfläche.
> Rost muss mit geeigneten Mitteln entfernt werden, die Vorbehandlung unsererseits ist dazu nicht in der Lage!
> Schweißperlen, Dellen, Schleifspuren etc. können vom Pulver nicht kaschiert werden.
Unter Umständen werden solche Oberflächenstörungen noch unterstrichen!
> Scharfe,  nicht entgratete Kanten führen zu Kantenflucht des Pulvers.
Ein ausreichender Korrosionsschutz ist nicht gegeben.
> Stark haftende Korrosionsschutzmittel, Rückstände von Schneidstiften und stark haftenden Schmierfetten können von uns nicht entfernt werden!
Es empfiehlt sich die Entfettung der Teile mit geeigneten Reinigern vor der Verarbeitung.
Keine Schneidstifte verwenden!
> Laserschnittflächen von Anlagen, welche mit Sauerstoff betrieben werden, müssen vor der Beschichtung geschliffen sein, da die Haftung des Pulvers ansonsten nicht gewährleistet ist.
Stahlteile | sandgestrahlt
Verzunderungen auf Flach- oder Formstahl sollten durch Sandstrahlen oder Schleifen entfernt werden.
Bei Überschichtung von Zunder kann es zu Porenbildung oder zu Haftungsproblemen des Pulvers kommen.
Stahlteile | verzinkt
Wir empfehlen für verzinkte Materialien eine 2fach-Beschichtung, Korroprimer + Deckbeschichtung in der gewünschten Farbe bevorzugt in matter Qualität!

Feuerverzinkte Teile neigen generell zum Ausgasen und haben nach erfolgter Beschichtung eine unruhige Oberfläche.
Die Grundierung mittels Korroprimer wirkt diesem Phänomen entgegen, Ausgasungen können trotzdem nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden.
Bei dünnwandigen Konstruktionen (bis 5 mm) tritt dieser Effekt seltener auf. Je dicker die Wandstärke desto höher die Wahrscheinlichkeit von Oberflächenstörungen.
Stahl mit einem hohen Siliziumgehalt sollte nicht verwendet werden.
Verzinkte Teile dürfen nicht im Freien gelagert werden, da entstehender Weißrost zu Ausgasungen führt.
Zinkabplatzungen müssen geschliffen werden, ebenso so genannte Zinkpatzen.
Beim Schleifen vorsichtig vorgehen, um die Zinkschicht nicht zu entfernen.
Keine Zinksprays verwenden! Diese werden in unserer Vorbehandlung wieder abgelöst!
Generell gilt, dass wir bei Verwendung beschichteter Stahlteile im Außenbereich jegliche Gewährleistung ausschließen!

Kleine Ausgasungen können, je nach verwendeter Stahlsorte, nicht ausgeschlossen werden!
Hierfür wird unsererseits keine Haftung übernommen. Es sind keine kostenlosen Nacharbeiten möglich!

WERKSTOFF ALUMINIUM

Im Freien gelagertes Aluminium unterliegt auch der Korrosion!

Es kommt zu einem Grauschleier an der Oberfläche, welcher sich nur durch langes Beizen oder durch Schleifen entfernen lässt.
Bei der Beschichtung kommt es zu Ausgasungen auf welche wir keinen Einfluss haben. Sie sollten auf die Lagerung achten und auch Ihre Lieferanten kontrollieren!

Tiefe Kratzer und Dellen werden durch die Beschichtung nicht abgedeckt!
Gilt für alle Materialien!
Nur flüssige, nicht silikonhältige Schmiermittel verwenden!
Keine Schneidstifte verwenden!
Aluminium | eloxiert
Eloxiertes Aluminium kann in unserer Vorbehandlung nur entfettet werden.
Es wird keine haftvermittelnde Schicht hergestellt!
Wenn das Material im Trockenofen auf über 100°C erhitzt wird, kommt es zu Rissen in der Eloxalschicht.
Je nach Beschaffenheit des Grundmaterials kann es dann zu Ausgasungen und Oberflächenstörungen kommen.
Da wir auf diese Effekte keinen Einfluss haben, müssen allfällige Nacharbeiten in Rechnung gestellt werden.
Für die Beschichtung von eloxiertem Material übernehmen wir keine Gewährleistung.

WERKSTOFF EDELSTAHL

Edelstahl kann nicht gebeizt werden. Um eine gute Haftung des Pulvers zu erzielen, muss der Werkstoff sandgestrahlt oder händisch aufgeraut werden. (Korn 80-100 oder grobes „Skotchbrite“)
Keine Schneidstifte verwenden!

MARKIERUNGSSTIFTE

Handelsübliche Markierungsstifte sind NICHT wasserlöslich.
Durch unsere Vorbehandlung werden die Markierungen nicht entfernt und nach erfolgter Beschichtung ist die Beschriftung mehr oder weniger gut zu erkennen!
Dadurch kommt es immer wieder zu teuren Nacharbeiten, die dem Kunden verrechnet werden müssen!
Bitte nur auf nicht sichtbaren Stellen beschriften!

ANBOHREN DER TEILE

Um ein Auslaufen der Vorbehandlungsflüssigkeiten zu gewährleisten, müssen alle Hohlräume angebohrt werden!
Bitte die Lochdurchmesser dem Hohlraumvolumen anpassen.
Das Werkstück sollte so schnell wie möglich auslaufen können, um eine qualitativ hochwertige Vorbehandlung zu erreichen.

KLEBEBÄNDER

Klebebänder, welche von Ihnen für die Verpackung des Rohmaterials verwendet werden, dürfen nicht direkt auf das Metall geklebt werden (event. Papier zulegen).
Kleberückstände sind nicht zu sehen und verursachen Oberflächenstörungen nach der Beschichtung.
Teure Nacharbeiten!

SILIKON

Silikon, in welcher Form auch immer auf das Rohmaterial gebracht, kann durch unsere Vorbehandlung nicht entfernt werden. Es ist unsichtbar und führt immer zu schlechten Beschichtungsergebnissen.
Wir empfehlen eine Verarbeitung nur auf 100%ig sauberen Werkbänken und Vorrichtungen.
Schon die Berührung mit silikonbenetzter Kleidung kann zu unschönen Beschichtungen führen!

SCHUTZFOLIERUNG

Schutzfolierungen, welche nach der Beschichtung angebracht werden, sollten sobald als möglich entfernt werden. Durch UV-Einwirkung, z.B. bei Fensterbänken, können sich der Glanzgrad und die Haftfähigkeit der Beschichtung verändern.
Bitte informieren Sie auch Ihre Kunden!

ÜBERSCHICHTEN VON BEREITS BESCHICHTETEN MATERIALIEN

Grundsätzlich ist das neuerliche Beschichten von Werkstücken möglich. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass für Teile welche erstmalig nicht bei uns beschichtet wurden, keine Garantie übernommen werden kann.
Die Machbarkeit der Überbeschichtung ist unbedingt im Vorfeld abzuklären!

BESCHICHTUNGSPULVER

Für die Beschichtung von Stahlteilen ist generell ein Beschichtungspulver in einer matten Qualität einer seidenglänzenden oder glänzenden Qualität vorzuziehen.
Kleinere Unebenheiten oder Oberflächenstörungen werden kaschiert, und die Erfahrung hat gezeigt, dass Oberflächen, die mit mattem Pulver beschichtet werden, weniger zum Ausgasen neigen.